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      Stressbewältigung, Konfliktmanagement, Autogenes Training, Entspannungspädagoge

Häufige Fragen zu den Ausbildungen für die Entspannungsverfahren

Hier einige typische Fragen, die im Vorfeld und teilweise auch in den Ausbildungs-Seminaren zum Autogenen Training und der Progressiven Muskelentspannung an mich herangetragen werden.

"Was ist ein Entspannungspädagoge oder Entspannungstrainer?"
Der Begriff des Entspannungstrainers oder auch des Entspannungspädagogen ist rechtlich nicht geschützt. Bei diesen Berufen definiert der Staat weder Ausbildungs- noch Prüfungsinhalte. Die Kurse für Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung darf hierzulande jeder durchführen. Jeder darf sich auch Entspannungstrainer bzw. Entspannungspädagoge nennen. Auch für die von ganz besonders kreativen Ausbildungsanbietern zusätzlich noch mit "Diplom" verzierten Begriffe gilt dies ebenso. Für die Anerkennung durch Krankenkassen und die Bezuschussung der Kurse zählt diese Titulierung nicht. Von Bedeutung ist hingegen die berufliche Vorqualifikation und eben eine entsprechende spezifische Weiterbildung wie ich diese anbiete.

"Wie wichtig ist die Qualifikation des Ausbilders?"
Wie oben bereits dargelegt, gibt es für diese Ausbildungen zum Entspannungstrainer bzw. Entspannungspädagogen keine staatlich vorgegebenen Richtlinien. Die Gestaltung der einzelnen Ausbildungen bleibt den privaten Instituten überlassen und unterliegen normalerweise keinerlei staatlicher Kontrolle. Ihre Möglichkeit der Qualitätseinschätzung einzelner Ausbildungsseminare besteht zum einen in der genauen Analyse der Ausbildungsinhalte und -konzepte und eben auch in der Beurteilung der Qualifikation des jeweiligen Ausbilders. Die Unterschiede zwischen einem Ausbilder, der sich "Entspannungstrainer" nennt, und einem Ausbilder mit nachvollziehbaren Qualifikationen auf der Basis eines 5-jährigen Psychologie-Hochschulstudiums mit staatlich anerkanntem Diplom-Abschluß dürften deutlich geworden sein.
Die Vermittlung von Entspannungsverfahren im Rahmen der Prävention ist eine anspruchsvolle psychologische Tätigkeit. Umso mehr sollte deshalb bei dem Ausbilder ein breites psychologisches Grundwissen und praktische Erfahrungen in psychologischer Arbeit vorhanden sein. Es ist Ihre Entscheidung, inwieweit Sie Wert auf die Grundqualifikation des Ausbilders legen. Sehen Sie Basisqualifikationen des Ausbilders wie bspw. Betriebswirt, Erzieherin, zur HeilpraktikerIn etc. als ausreichend an?
Besonders amüsant finde ich jene Anbieter, die (meines Erachtens zurecht) auf die große Bedeutung der Qualifikation des Ausbilders hinweisen. Dann aber der jeweilige Kursleiter von den Ausbildungsseminaren nicht konkret benannt wird. Bestenfalls noch anonyme Formulierungen wie "werden geleitet von Ärzten, Psychologen" etc. 


"Weshalb sind bei manchen Anbietern die Ausbildungen über mehrere Wochenenden verteilt und werden bei Ihnen im Block durchgeführt?"
Bei einer Verteilung über mehrere Einheiten können die Teilnehmer im Ausbildungs-Seminar gleichzeitig das jeweilige Entspannungsverfahren auch selbst erlernen. Dies ist in einem Seminar in einem Block naturgemäß nicht möglich. Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Ich halte dieses Selbst-Erlernen für angehende Kursleiter für unbedingt erforderlich. Die Teilnehmer an den Ausbildungen müssen hier selbstverantwortlich handeln und einen Kurs vor Ort bei sich zuhause besuchen. Auch diese Vorgehensweise hat Vorteile: 1) Sie erleben einen Kurs in einer realen Situation. 2) Kostenersparnis, wenn es ein kassenbezuschußter Kurs ist.

"Weshalb sind die Kursleiter-Ausbildungen für Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung bei den verschiedenen Anbietern so unterschiedlich (lang)?"
Dies hängt naturgemäß von den Inhalten ab. Gegenstand meiner Ausbildungen sind das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung mit den Inhalten, die durch den §20 SGB abgedeckt sind. So decke ich bspw. keine Themen ab, die in den Aufbaukurs oder gar die Oberstufe des Autogenen Trainings gehören (bspw. die Vorsatzbildung).
Des weiteren versuche ich, psychologische Basisgrundlagen dieser anspruchsvollen Tätigkeit zu vermitteln: Gesprächsführung, Grundlagen der Stresstheorie, Verhaltensmotivation, Lerntheorien. Dies kann logischerweise nur ansatzweise geschehen. Meine Ausbildungsseminare werden von Menschen mit unterschiedlichsten Vorqualifikationen und psycholgischem Grundlagen-Wissen besucht. Manchen dürfte diese Ausbildung reichen, andere sollten sich danach noch weiter fortbilden. Ich biete hierfür bspw. das Seminar zur Gesprächsführung an. Auch der Kurs "Gelassen und sicher im Stress" sollte für Kursleiter für Entspannungsverfahren als Selbsterfahrung eigentlich Pflichtprogramm.sein.

"Was ist der Unterschied zwischen den separaten Ausbildungen für Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung und dem Kombiseminar für diese beiden Entspannungsverfahren?"
Die Ausbildungsinhalte sind identisch! Beide Ausbildungs-Seminare würden in einem kombinierten Seminar rein mathematisch 7 Seminartage ergeben. Grob vereinfacht kann man aber feststellen, dass die Inhalte von ca. 2 Tagen des Kombiseminars für beide Entspannungsverfahren von Relevanz sind. Dazu zählen vor allem die Grundlagen der Entspannungsreaktion, der Stresstheorie, psychologische Grundlagen menschlichen Verhaltens, Lerntheorien, Gesprächsführung, Umgang mit Schwierigkeiten und Widerständen beim Erlernen und Durchführen des jeweiligen Entspannungsverfahrens.
Die spezifischen Inhalte für Autogenes und Progressive Muskelentspannung sind entsprechend kürzer und so ergeben sich dann 5 Seminartage für beide Verfahren.

Und hier noch 2 typische Fragen die praktische Durchführung der Kurse betreffend. 
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"Wie fülle ich denn mit den Teilnehmern 7 oder 8 Abende mit ca. 90 Minuten?"
Neben der Vermittlung des jeweiligen Entspannungsverfahrens, den ausführlichen praktischen Übungen in den Kursen ist vor allem die einfühlsame und kompetente Begleitung der Teilnehmer wichtig. Diese bedeutet eingehende Reflektion der durchgeführten Übungen - gegebenenfalls mit entsprechenden Erklärungen und Offenlegung von Hintergründen des Erlebten und auch die gemeinsame Entwicklung von Lösungen für Schwierigkeiten und Probleme.

"Was rede ich denn mit den Teilnehmern so viel?"
Eine Frage, die ich schon des öfteren in den Ausbildungsseminaren gestellt bekommen habe. Insbesondere Teilnehmer wie bspw. Sportlehrer oder Physiotherapeuten sollten sich darüber im Klaren sein, daß die Vermittlung eines Entspannungsverfahrens eine andere Tätigkeit darstellt, als bspw. Rückenschule, Aeorbic oder Nordic Walking. Wie bereits oben dargelegt, sind die Reflektionen ein wichtiger Bestandteil von Präventionskursen Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Und diese sollten sehr ausführlich und kompetent durchgeführt werden. Dies ist psychologische Arbeit.
"Beschreiben Sie doch bitte mal, wie ist es Ihnen zuhause bei Ihren Übungen ergangen ist?" Antwort eines Teilnehmers: "Gut!" Als Kursleiter können Sie sich mit diesem nichtssagenden "Gut" abfinden und sich dem nächsten Teilnehmer zuwenden. Sie können aber auch dieses "Gut" vertiefen und explorieren, um im Sinne des Teilnehmers deutlich werden zu lassen, was sich hinter diesem "Gut" verbirgt, was es bedeutet, was wirklich erlebt wurde. Dies gehört zur kompetenten Begleitung und Betreuung der Teilnehmer.

 

Psychologische Gesundheitsförderung · Psychologische Ausbildungen · Seminare & Coaching
Tel. 0221/3408917

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