Alle Seminartermine auf einen Blick
Kombi-Seminar: Kursleitung Autogenes Training und Progressive Entspannung
KursleiterIn Autogenes Training
Ausbildung Autogenes Training - Aufbaukurs
Kursleitung Progressive Muskelentspannung
Zusatz-Fortbildung Progressive Muskelentspannung
EntspannungstrainerIn / EntspannungspädagogeIn
StresstrainerIn, StressberaterIn
von Uwe Boving
Einige Teilnehmer an den Kursleiter-Ausbildungen sind
überrascht über die starke psychologische Ausrichtung und die Schwerpunkte
Gesprächsführung und Stressbewältigung in diesen Seminaren. Deshalb hier
vertiefende und erläuternde Anmerkungen zum Präventionsgedanken.
Der § 20 aus
dem Sozialgesetzbuch ist der Präventionsparagraph. Er regelt die präventiven
Maßnahmen in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Suchtverhalten und
Stressbewältigung. Mit diesen Präventions-Maßnahmen sollen die Teilnehmer zu
nachhaltigen gesundheitsfördernden Verhaltensänderungen angeleitet und motiviert werden.
Der
Handlungsleitfaden der gesetzlichen Krankenkassen zu diesem Paragraph regelt dann die praktische
Umsetzung. Dieser Leitfaden enthält nun u.a. ein Kapitel Stressbewältigung.
Dieses ist aufgeteilt in die Kategorien "multimodale Stressbewältigung" und
"Entspannungsverfahren". Multimodale Stressbewältigung ist das Programm
"Gelassen und sicher im Stress". Die Ausbildung zum Stresstrainer zielt
u.a. in
diese Richtung.
Die Entspannungsverfahren sind das Autogene Training und die
Progressive Muskelentspannung. Mit anderen Worten. Laut dem Leitfaden sind
Präventionskurse beider Entspannungsverfahren praktizierte Stressbewältigung!
Diesen Ansatz unterstütze ich und dies hat naturgemäß Auswirkungen auf die
Gestaltung der Ausbildungsseminare.
Grob kann man 2 Kursarten mit den
Entspannungsverfahren Autogenes Training und Progressive
Muskelentspannung unterscheiden:
Präventionskurse
Diese Kurse
sind wie oben dargelegt Stressbewältigungsmaßnahmen. Das
Erlernen und der Einsatz des jeweiligen Entspannungsverfahrens
ist die Methode. Die Teilnehmer an den Kursen sollen in die Lage
versetzt werden, das Verfahren selbständig ohne fremde
Hilfsmittel, ohne fremde Anleitung einzusetzen. Der
gesamte Kurs mit bspw. 8 Einheiten wird als Ganzes betrachtet, der
diesen Lernprozess bei den Teilnehmern unterstützen und
begleiten soll.
Ein Präventionskurs ist also Hilfe zur
Selbsthilfe. Dies erfordert von den Kursleitern entsprechende
Qualifikationen, da es eine anspruchsvolle psychologische
Aufgabe darstellt.
Auf die Durchführung solcher Präventionskurse
sind die Kursleiter-Ausbildungen ausgerichtet.
Kurse, in denen die Teilnehmer entspannt
werden
Hierbei ist es das Ziel, den Teilnehmern ein
schönes Entspannungserlebnis zu ermöglichen. Natürlich stellt
dies auch eine gesundheitsfördernde Maßnahme dar, die für viele
Menschen eine schöne und erholsame Erfahrung ist. Diese Art
Kurse haben aber
nicht das Ziel, die Teilnehmer zum selbständigen Ausführen der
Entspannungsübung zu befähigen. Und dies ist der große Unterschied
zu Präventionskursen.
Auf die Durchführung solcher Maßnahmen
zielt die
Ausbildung zum Entspannungstrainer. Die Maßnahmen können bspw.
Entspannungstage oder -stunden sein. Oder die
Entspannungsübungen werden in Wellnessveranstaltungen integriert
oder in andere Kursinhalte.
Bspw. in Bewegungskursen oder Yoga.
Den aktuellen Handlungsleitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes zur Umsetzung von §§ 20 und 20a SGB V vom 21. Juni 2000 in der Fassung vom 27. August 2010 finden Sie hier: Zum Handlungsleitfaden.
Für die Anerkennung als Kursleiter für Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung durch die gesetzlichen Krankenkassen sind 2 Voraussetzungen zu erfüllen:
1) Eine spezifische Kursleiter-Ausbildung mit mindestens 32 Unterrichtseinheiten.
2) Eine einschlägige berufliche Grundqualifikation. Im Handlungsleitfaden werden die entsprechenden Berufsgruppen benannt: Zitat aus dem Handlungsleitfaden:
• Psychologen (Abschlüsse: Diplom, Magister,Master,
Bachelor)
• Pädagogen (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor,
Lehrer mit 1. u. 2. Staatsexamen)
• Sozialpädagogen/Sozialarbeiter
(Abschlüsse:Diplom, Magister, Master, Bachelor)
• Sozialwissenschaftler
(Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor)
•
Gesundheitswissenschaftler (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor)
• Ärzte
• Sportwissenschaftler (Abschlüsse:
Diplom,Staatsexamen, Magister, Master, Bachelor)
• Sport- und
Gymnastiklehrer
• Physiotherapeuten / Krankengymnasten
•
Ergotherapeuten
• Erzieher
• Gesundheitspädagogen (Abschlüsse: Diplom,
Magister, Master, Bachelor)
• Heilpädagogen